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Bayerische Waffenstatistik 2020 belegt: Legaler Waffenbesitz ist sicher

bssb Waffenstatistik 2020

Bayerische Sportschützinnen und Sportschützen fordern: Illegalen Waffenbesitz schärfer bekämpfen! Keine weiteren Verschärfungen des strengen deutschen Waffenrechts!

Der private Besitz von Sportwaffen steht in einer langen Tradition verantwortungsvollen Bürgersinns wie ihn unsere Schützenvereine seit jeher verkörpern. Die Frage, wie dieser Besitz zu regeln ist, steht aber immer wieder im Fokus der öffentlichen Diskussion. Eine Anfrage aus dem Bayerischen Landtag fragt nach statistischen Daten und die behördlichen Antworten belegen: Der legale Waffenbesitz in Bayern ist nach wie vor sicher. „Die amtlichen Zahlen sprechen eine klare Sprache: Wir Sportschützinnen und Sportschützen stehen für einen bewussten, gut geschulten und auf Sicherheit bedachten Umgang mit unserem Sportgerät“, so Christian Kühn, 1. Landesschützenmeister des Bayerischen Sportschützenbundes.

Das Problem beim Waffenmissbrauch sind nicht die legalen, sondern die illegalen Waffen. Der private Besitz an legal erworbenen Sportwaffen ist sicher. Das ist das Ergebnis einer Landtagsanfrage, die das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration für das Jahr 2020 beantwortet hat. Hiernach befand sich bei den strafrechtlich relevanten Missbrauchsfällen mit Personenschäden 2020 in Bayern keine einzige Tatwaffe im legalen Besitz des Täters!
Dies zeigt die wichtige soziale Funktion der Schützenvereine: Fest verwurzelt in den Werten unserer Gesellschaft, dabei weltoffen und mit Sportsgeist leben die Schützenvereine ein gemeinschaftsförderndes Miteinander. 1. Landesschützenmeister Christian Kühn: „Waffenmissbrauch wie generell Kriminelle und Extremisten haben in unseren Reihen keinen Platz.“

Die bayerischen Sportschützinnen und Sportschützen plädieren dafür, den illegalen Waffenbesitz noch schärfer als bisher zu bekämpfen und zugleich den legalen Waffenbesitz zu stärken: Die positive soziale Kraft der Schützenvereine sollte durch waffenrechtliche Regelungen mit Augenmaß weiter gefördert werden.

Hintergrund: Die vom bayerischen Innenministerium angegebenen Daten beruhen u.a. auf denen des Nationalen Waffenregisters und auf Informationen des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz. Hier ein Auszug:

1. Landesschützenmeister Christian Kühn zu den amtlichen Zahlen: „Der private Besitz an Sportwaffen fördert die sichere Waffenhandhabung wie Waffenaufbewahrung und ermöglicht eine dem modernen Schießsportbetrieb gerecht werdende Teilnahme am Trainings- und Wettkampfgeschehen.“ Eine weitere Verschärfung des im europäischen Vergleich schon immer strengen deutschen Waffenrechts ist also abzulehnen. Unter waffenrechtlichen Verschärfungen leiden letztlich nur wieder die legalen Sportwaffenbesitzer – ohne jeden Mehrgewinn für die öffentliche Sicherheit.

Die waffenrechtlichen Vorgaben sind schon jetzt ausgesprochen restriktiv: Privater Sportwaffenbesitz ist mit der Möglichkeit zur Waffenaufbewahrung am eigenen Wohnsitz verbunden. Die Aufbewahrung sowie der Transport zur Sportstätte oder zum Büchsenmacher erfolgen aber unter strengen Auflagen. Diese sind etwa für die hierfür zu verwendenden und normierten Waffenbehältnisse in rechtlich strikter und erst 2017 nochmals verschärfter Art vorgegeben. Die Einhaltung der Auflagen wird staatlicherseits kontrolliert. Generell unterliegt der Waffenbesitz in Deutschland nach dem Waffengesetz einem präventiven Verbot mit Erlaubnisvorbehalt. Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Hierbei werden z.B. persönliche Eignung wie auch der Nachweis des tatsächlichen, sportlichen Bedürfnisses staatlicherseits geprüft. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, besteht ein rechtlicher Anspruch auf Erteilung der Erlaubnis.

PM BSSB

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Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 09. Juni 2021 10:56 Uhr