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Die Landesschützenkönige 2019 – Rekordteilnahme am Landesschießen

bssb Proklamation 2019

Der neue Landesschützenkönig mit dem Luftgewehr heißt Marinus Grohmann aus Söchtenau im Landkreis Rosenheim. Mit einem 2,8-Teiler behielt er die Nase vorn. Der 25-jährige, ledige Elektrotechniker, der neben dem Schießsport auch die Arbeit in einem Trachtenverein als Hobby angibt, ist seit seinem zehnten Lebensjahr Mitglied der SG Edelweiß Söchtenau. Auch die Luftpistolenschützen werden in der nun beginnenden Saison von einem Oberbayern regiert; der Schüler an der Berufsoberschule Landsberg/Lech Philipp Ranzinger errang mit einem 59,0-Teiler die Ehre des Landesschützenkönigs mit der Luftpistole. Er schießt für die SG Edelweiß Scheuring und ist auch ein guter Basketballspieler und Snowboarder. Insidern ist der 23-Jähriger kein Unbekannter; er schießt in der DSB-Bundesliga für seinen Heimatverein und war Deutscher Meister 2016 mit der Luftpistole. Marko Auer von den Ruperti-Sportschützen ist der neue Landesschützenkönig der Jugend. Der 14-jährige Schüler schoss auf der Königsscheibe einen 11,6-Teiler.

Die neuen Repräsentanten des bayerischen Schützenwesens wurden im Rahmen der Siegerehrung im Schützen-Festzelt auf dem Münchner Oktoberfest proklamiert und anschließend unter Beisein von S. K. H. Prinz Wolfgang von Bayern und und zahlreicher Ehrengäste auf der Bühne vor den Stufen der Bavaria vorgestellt. Der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger, der parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer, Oberbayerns Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Münchens 2. Bürgermeister Manuel Pretzl sagten dem BSSB bei der Siegerehrung des Oktoberfest-Landesschießens bzw. der Vorstellung der Landesschützenkönige vor der Bavaria die volle Unterstützung bei der bevorstehenden Waffenrechtsnovelle zu.

Auf den Stufen zur Bavaria wurde auch zu Ehren des Landesschützenkönigs mit dem Feuerstutzen, Michael Stalleder, der Landesschützenkönigin mit der Armbrust, Beate Soyer, und des Bundesschützenkönigs der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien, Franz Wietzorek, ein Salut geschossen.

Mit 11.046 Teilnehmern, von denen rund 3.760 am Landes-Königsschießen teilnahmen, endete im Schützen-Festzelt auf der Münchner Theresienwiese das Oktoberfest-Landesschießen 2019. Dies bedeutet eine deutlich höhere Beteiligung als in den Vorjahren und belegt die Beliebtheit des zu den weltweit größten Breitensportveranstaltungen zählenden Freischießens. Entsprechend zog 1. Landesschützenmeister Christian Kühn eine positive Bilanz des Oktoberfest-Landesschießens, an dem Schützen aller Altersgruppen aus Nah und Fern teilnahmen.

In seiner abschließenden Ansprache betonte der Landesschützenmeister, dass das bayerische Schützenwesen untrennbar mit Deutschlands größtem Volksfest verbunden ist. „Das Oktoberfest-Landesschießen ist nicht nur eine der erfolgreichsten Sportveranstaltungen, sondern vielleicht auch diejenige, die Menschen aus der dem gesellschaftlichen Wandel geschuldeten Vereinsamung in unsere Gesellschaft zurückbringt,“ führte Christian Kühn zur Bedeutung dieser Veranstaltung weiter aus.

Seit Anbeginn der Wiesn führten die Münchner Schützen ein Schießen zu Ehren des bayerischen Königshauses durch. 1896 wurde das Oktoberfest-Landesschießen als offener Vergleichswettkampf eingeführt, das Landes-Königsschießen wurde erstmals 1923 ausgetragen. Die Ehre eines der Landesschützenkönige kann damals wie heute nur eine Schützin oder ein Schütze, der in einem dem BSSB angeschlossenen Schützenverein gemeldet ist, erringen.

Die Ergebnisse des Landesschießens finden Sie hier (Link).

Fotos der neuen Landesschützenkönige, Siegerehrung und Vorstellung vor der Bavaria finden Sie hier (Link).

Einen sehenswerten Filmbeitrag finden Sie auf den Facebook-Seiten des BSSB (Link).

Zuletzt aktualisiert: Montag, 07. Oktober 2019 15:17 Uhr