Ulrike Übelacker-Kühn

Weltcup in Changwong – Doppel-Silber für Sandra und Christian Reitz

bssb HP Familie Reitz

Dem Weltcup in Changwong (Südkorea) kommt in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu. Auf dieser Schießsportanlage wird im Sommer dieses Jahres die Weltmeisterschaft stattfinden. Wer jetzt bereits mit dieser Anlage gut zurecht kommt, kann dann mit einigem Selbstvertrauen und Zuversicht die Reise antreten. Sandra und Christian Reitz haben schon "dicke Freundschaft" mit Südkorea geschlossen, kehren sie doch mit insgesamt drei Silbermedaillen nach Regensburg heim.
In seiner Paradedisziplin mit der Schnellfeuerpistole holte Christian Reitz Silber, dabei hatte er in der Qualifikation gerade noch aufgrund des besseren Zehnerverhältnisses mit 584 Ringen den letzten Finalplatz 6 ergattert. Im Finale lief es dann gewohnt rund. Christian traf 34 Mal und musste nur den Koreaner Junhong Kim passieren lassen, der mit 38 Treffern neuen Weltrekord schoss.

Im MQS-Wettbewerb mit der Luftpistole hatte der Wahlregensburger zuvor schon eine klasse Leistung gezeigt. Dort hatte er 584 Ringe getroffen, und wäre im "offiziellen Wettbewerb" damit ungefährdet auf Rang 3 ins Finale eingezogen. So war Michael Heise bester Deutscher auf Rang 41 (574 Ringe), gefolgt von Philipp Grimm auf Rang 46 (574 Ringe), und Michael Schwald komplettierte das deutsche Trio auf Rang 64 (568 Ringe). Gold gewann der Russe Artem Chernousov.
Ähnlich gut war es für Sandra Reitz im MQS-Wettbewerb der Luftpistolen-Frauen gelaufen. Dort hatte sie 574 Ringe erzielt und wäre damit im "offiziellen Wettbewerb" um einen Ring am Finale vorbeigeschrammt und Zehnte geworden. Beste Deutsche war hier Josefin Eder auf Rang 32 (570 Ringe), gefolgt von Stefanie Thurmann auf Rang 35 (569 Ringe) und Monika Karsch auf Rang 40 (567 Ringe). Gold ging an Viktoria Chaika aus Weißrussland.
Auch mit der Sportpistole war Sandra Reitz im MQS-Wettbewerb angetreten, traf 583 Ringe, und hätte sich damit im "offiziellen Wettbewerb" locker für's Finale qualifiziert. Allerdings sprang hier Monika Karsch in die Presche, die mit 584 Ringen den Finaleinzug auf Vorkampfplatz 4 meisterte. Im Finale wollten dann aber die Treffer nicht wie gewohnt fallen. Über ein Stechen rettete sich Monika zwar noch auf Rang 7, da war dann aber Endstation.
Im Mixed-Team Luftpistole lief das Dream-Team Reitz zur Höchstform auf. Die beiden meisterten auf Vorrunden-Rang 5 den Finaleinzug, setzten sich von der ersten Finalserie an auf dem Silberrang fest und ließen sich den auch nicht mehr nehmen. So werden Sandra und Christian mit drei Silbermedaillen im Koffer die Heimreise antreten.
Erwähnenswert ist auch die Leistung von Daniel Brodmeier im Dreistellungskampf der Männer. Nach seiner zweijährigen Wettkampfpause gelang ihm zum erneuten Einstand in den Weltcup-Zirkus mit 1175 Ringen ein Spitzenergebnis, das mit Rang 10 belohnt wurde. Gold gewann der Russe Sergey Kamenskiy
Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 26. April 2018 18:41 Uhr